Vernissage


Mittwoch, 2. Mai 2018, 18 Uhr, Großer Saal EG




 
Bildarchiv Pisarek/akg-images

 "Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen"

Vernissage zur Ausstellung


- Programm -

op. 102, no. 5 Allegro vivace
Felix Mendelssohn, (1809 Hamburg - 1847 Leipzig)

Somebody loves me
George Gershwin, (1898 Brooklyn - 1937 Hollywood)

Begrüßung
Dr. Christine Absmeier, Leiterin HdH BW

Melody
Ernest Bloch, (1880 Genf - 1959 Portland)

Sehnsucht nach Jerusalem
Landesrabbiner a. D. Dr. Joel Berger, Stuttgart

Meditation
Andre Haidu, (1932 Budapest - 2016 Tel Aviv-Jaffa)

op. 31, I. Pittoreske
Erwin Schulhoff, (1894 Prag - 1942 Wülzburg)

‘s wonderful
George Gershwin, (1898 Brooklyn - 1937 Hollywood)


- Stehempfang -

 

Am Flügel: Alexander Reitenbach

Ein Märchen?

Zum Märchen gehört das gute Ende. „Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“ – die Verwirklichung der Vision, zu der Theodor Herzl als einer der Väter des Zionismus aufrief, scheint aus heutiger Perspektive gescheitert. Denn ein gutes Ende ist nicht in Sicht: "Anhaltende Konflikte mit den Nachbarstaaten überschatten die Jubiläumsfeierlichkeiten in Israel", resümierte Dr. Christine Absmeier bei der Eröffnung der mit dem Herzl-Zitat betitelten Ausstellung, "und auch in Deutschland wird wieder vermehrt Antisemitismus wahrgenommen."

"Aber vielleicht kann der Blick in die Geschichte zu einem besseren Verständnis der heutigen Fragen beitragen", fuhr die Leiterin des Hauses der Heimat des Landes Baden-Württemberg in ihrer Begrüßung zur Vernissage fort. Dazu illustriert die Ausstellung Lebenswege einzelner jüdischer Persönlichkeiten, die das östliche Europa verließen, um im „Gelobten Land“, im antiken Siedlungsgebiet des Volkes Israel, einen modernen jüdischen Nationalstaat aufzubauen.

Landesrabbiner a.D. Dr. Joel Berger griff in seiner Ansprache zwei jüdische Schicksale auf: Hannah Szenes, 1939 aus Ungarn nach Palästina emigriert, wollte als Widerstandskämpferin den Alliierten in Europa helfen und ließ sich 1943 mit dem Fallschirm hinter der Frontlinie bei jugoslawischen Partisanen absetzen. Sie wurde denunziert, gefoltert und 1944 hingerichtet. Der Ungar Dov Grüner schloss sich dem jüdischen Untergrund an und kämpfte gegen die damalige Mandatsmacht, auch er wurde, von den Engländern, hingerichtet. Beide Märtyrer traten, so Berger, für Juden ein, waren bereit, Opfer zu bringen und ließen letztlich ihr Leben für ihre Ideale.

„Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“ – dies könnte heute auch der Aufruf, von wem auch immer, zu einem friedlichen Miteinander sein.

 




Logo

Powered by CMSimple | Template by CMSimple |