Ausstellung


3. Mai 2018 bis 22. November 2018, Ausstellungsräume 4. OG



Bildarchiv Pisarek/akg-images
Ausstellung

"Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen"

Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa

Öffnungszeiten 3.5.2018 bis 22.11.2018:

Mo, Di, Do
Mi
9.00 bis 15.30 Uhr
9.00 bis 18.00 Uhr

an gesetzlichen Feiertagen sowie von 1.8. - 31.8. geschlossen

Vernissage: 2.5.2018, 18 Uhr. Mit Dr. Joel Berger, Landesrabbiner a. D.; Musikalischer Rahmen: Alexander Reitenbach

 

Fast zweitausend Jahre lang einte die Hoffnung auf eine Rückkehr in die historische Heimat, in das gelobte Land eretz jisrael, das über die ganze Welt verstreute jüdische Volk. Unter dem Eindruck des aufkommenden Antisemitismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts legte Theodor Herzl mit seinen Schriften die Grundlage für die zionistische Bewegung. Sie hatte die Wiederansiedlung von Juden in Palästina und den Aufbau eines Staatswesens zum Ziel.

„Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“
So ermutigte Theodor Herzl in seinem utopischen Roman Altneulandzur Realisierung dieser Vision. Von 1880 bis 1948 emigrierten mehrere hunderttausend Menschen vor allem aus Russland, der Ukraine, Weißrussland, dem Baltikum, Rumänien, der Tschechoslowakei, Polen, Ungarn, Österreich und Deutschland nach Palästina. Zwischen 1933 und 1941 wurde das Land zum Zufluchtsort für Juden, die sich vor der Verfolgung durch den Nationalsozialismus in Sicherheit brachten.

Die vom HdH BW konzipierte Ausstellung erinnert anlässlich der Staatsgründung Israels vor 70 Jahren an diese Auswanderer. In ihrem Mittelpunkt stehen ausgewählte Lebenswege: Lea Rabin (geb. Schloßberg) kam mit ihren Eltern 1933 aus Königsberg, der Schriftsteller Max Brod verließ Prag, der Grafiker Jakob Steinhardt hatte seine Wurzeln in Posen – die Liste der Persönlichkeiten ist lang. Die Ausstellung erläutert die Gründe ihrer Emigration genauso wie ihr Wirken in Kunst, Kultur und Bildung, in Gesellschaft und Politik. Dazu dienen Filmaufnahmen sowie historische Ton- und Bilddokumente.

Im Medienraum der Bibliothek steht ein umfangreicher Handapparat mit Büchern und DVDs zum Thema bereit.


Der Eintritt zur Ausstellung, zu den Begleitveranstaltungen und zu den Führungen ist frei.
Die Ausstellungs- und Veranstaltungsräume sind nicht barrierefrei.

  in dieser Galerie

 

Juden Sammel Platz in Breslau, Friedrich Bernhard Werner, Radierung 1735
Herder-Institut Marburg, Bildarchiv

 

Teddy Kollek (links) in einem Sommerlager der zionistischen Jugendbewegung 1933. Im gleichen Jahr baute er in Karlsbad die zionistische Jugendgruppe im Sudetenland auf.
in: Teddy Kollek und Amos Kollek: Ein Leben für Jerusalem. Hamburg, 1980

 

'Paduaner' nach einem Sesterz des Titus mit Darstellung der Iudaea capta, Giovanni Cavino, Bronze
Landesmuseum Württemberg

 

Vase mit Symbolen der zionistischen Bewegung, Bezalel Jerusalem, frühes 20.Jahrhundert.
Jüdisches Museum Frankfurt


Kuratoren- und Themenführungen (ohne Anmeldung)

Mittwoch 16.05.2018, 16.00 Uhr Themenführung: Auf den Spuren von Daliah Lavi in Shavei Zion
Dienstag 22.05.2018, 15.30 Uhr Themenführung: Shavei Zion – Die schwäbische Siedlung am östlichen Mittelmeer
Montag 28.05.2018, 15.30 Uhr Kuratorenführung
Mittwoch 30.05.2018, 16.30 Uhr Kuratorenführung
Montag 18.06.2018, 18.00 Uhr Kuratorenführung
Dienstag 26.06.2018, 16.30 Uhr Kuratorenführung
Mittwoch 04.07.2018, 17.00 Uhr Kuratorenführung
Montag 09.07.2018, 15.30 Uhr Kuratorenführung
Montag 23.07.2018, 15.30 Uhr Kuratorenführung
Dienstag 04.09.2018, 15.30 Uhr Kuratorenführung

Die Führungen werden fortgesetzt. 


Begleitveranstaltungen:

Vortrag/Preview Die schwäbische Siedlung am östlichen Mittelmeer - 80 Jahre Shavei Zion
Heinz Högerle und Barbara Staudacher
26.04.2018, 18 Uhr
Eröffnung Vernissage
mit Dr. Joel Berger, Landesrabbiner a.D. Am Klavier: Alexander Reitenbach
02.05.2018, 18 Uhr
Vortrag Von Prag nach Palästina – Max Brod und Felix Weltsch
Dr. Carsten Schmidt
14.06.2018, 18 Uhr
Vortrag Emigration und Auswanderung der Breslauer Juden nach Palästina
Dr. Katharina Friedla
20.06.2018, 18 Uhr

Das Begleitprogramm wird fortgesetzt.

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