Buchtipp des Monats - Belletristik
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Alisha Gamisch: Parasiti
Roman
Ein Brief sorgt für Aufruhr im Leben von Rina, ihrer Tante Valli und ihrer Großmutter Lydia: Von einem Tag auf den anderen verstummt die Großmutter. Rina beginnt, Fragen zu stellen – und bringt gegen alle Widerstände ein Gespräch zwischen den Generationen in Gang. Denn sie ahnt, dass sie von ihrer Familie nicht nur die eckige Figur und die Vorliebe für Vorabendserien geerbt hat, sondern auch ihre Ängste und Unsicherheiten.
Zwischen Novosibirsk der 1960er Jahre und dem Fürstenfeldbruck einer nahen Gegenwart folgt Alisha Gamisch in ihrem Debütroman den Lebenswegen dreier russlanddeutscher Frauen.
Pressestimmen
Wie sie über drei Generationen russlanddeutscher Frauen erzählt und dabei Geschichten ins allgemeine Bewusstsein bringt, über die man viel zu wenig weiß – das ist auf jeden Fall ein Grund, dieses Buch zu lesen. Diese Menschen galten ja automatisch als Deutsche, als sie hierherkamen, ohne dass es irgendeine besondere Aufmerksamkeit für ihre sehr dramatischen Geschichten gab. Sie sind praktisch unsichtbar.
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung
Gamischs Erzählkraft trifft wie ein Schlag: Figuren, die sich ins eigene Familiengedächtnis bohren und Antworten fordern.
Ira Peter
Alisha Gamisch schreibt mit beeindruckender Intensität gegen das Verdrängen und Verschweigen an.
Alina Bronsky
Ob als Kuratorin, Lyrikerin, auf der Bühne oder nun in der Prosa - Alisha Gamisch arbeitet mit der Sprache gegen Fremdzuweisungen
Corinne Orlowski, Deutschlandfunk Kultur "Lesart"
Alisha Gamisch verknüpft in „Parasiti“ die Perspektiven und Schicksale dreier Frauen-Generationen und nähert sich einem gewaltigen historischen Thema – aber auf eine persönliche und einfühlsame Weise, die beeindruckend ist für ein Romandebüt.
Kristine Harthauer, SWR
Alisha Gamisch ist nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Feministin. Der Text ist aus der Perspektive von Frauen geschrieben, aber was noch wichtiger ist: Ihre Sichtweise offenbart uns eine Form des Graswurzel-Feminismus, wie er in der UdSSR existierte. Der Roman ist natürlich aus der Lesersicht feministisch, aber er ist auch universell menschlich, denn die Probleme der Frauen sind die Probleme der Menschheit.
Volha Hapeyeva, Literaturportal Bayern
Eckdaten
Alisha Gamisch: Parasiti : Roman. - Berlin: Verlag Voland und Quist, 2026. – 237 Seiten. - ISBN 9783863914660
Quelle : Verlag

