Fanny Lewald: Jenny
Lesung: Marit Beyer
Am Flügel: Cornelia Mühlenhoff-Dietsche
Er gilt als einer der bedeutendsten feministischen Romane des 19. Jahrhunderts und wird auch als „Die jüdischen Buddenbrooks“ bezeichnet: Fanny Lewalds „Jenny“ ist 2023 bei Reclam neu aufgelegt worden.
Jenny, Tochter einer jüdischen Kaufmannsfamilie, verliebt sich in ihren Lehrer, den Theologen Reinhard. Sie erfährt, wie sehr die preußische Gesellschaft Angehörige des jüdischen Glaubens ausgrenzt. Mutig und selbstbewusst kämpft sie um ihre Liebe, für ihre Selbstbestimmung, die Emanzipation der Frauen und gegen den Antisemitismus.
Fanny Lewald (1811–1889), geboren in Königsberg, war eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts. Ihr Roman „Jenny“ (1843) trägt autobiografische Züge. In der Lesung erklingt Klaviermusik von Fanny Hensel (1805–1847). Die Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy hat ein umfangreiches Œuvre hinterlassen, das erst in jüngerer Zeit in der Musikwelt Beachtung findet.
Marit Beyer ist Sprecherin für ARTE, SWR, WDR. Mit ihren eingesprochenen Hörbüchern wurde sie mehrfach für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert. Sie ist Dozentin für Sprechkunst an der HMDK Stuttgart. Cornelia Mühlenhoff-Dietsche ist Pianistin, Komponistin und Klavierpädagogin. Sie studierte an den Musikhochschulen in Trossingen und Stuttgart.

