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Kulturpreis

Russlanddeutscher Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg 2024

Juryvorsitzender Edwin Warkentin, Reik Kneisel, Irene Langemann, Nina Paulsen, Staatssekretär Thomas Blenke

Der Russlanddeutsche Kulturpreis wurde verliehen, v.l.n.r.: Juryvorsitzender Edwin Warkentin, Reik Kneisel, Irene Langemann, Nina Paulsen, Staatssekretär Thomas Blenke

Baden-Württemberg verleiht den Russlanddeutscher Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg 2024

Innenminister Thomas Strobl: „Unsere diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger überzeugten die Jury mit anspruchsvollen literarischen Publikationen und herausragendem journalistischem Engagement“

„Die Preisträgerinnen und Preisträger des Russlanddeutschen Kulturpreises 2024 sind wahre Brückenbauer zwischen den Kulturen. Das ist gerade jetzt, in diesen Zeiten, von unschätzbarem Wert. Die Preisträgerinnen und Preisträger vertreten unterschiedliche Generationen und sind das Gedächtnis von Geschichte und Kultur russlanddeutscher Menschen. Sie haben sich für die russlanddeutsche Literaturlandschaft sehr verdient gemacht“, sagte der Stv. Ministerpräsident, Innenminister und Landesbeauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler Thomas Strobl. Anlass war die Bekanntgabe der Gewinner des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg im Bereich „Literatur: Belletristik, Sachbuch, Journalismus und Publizistik“.

Die Hauptpreisträgerin Irene Langemann wird für ihren herausragenden Roman „Das Gedächtnis der Töchter" ausgezeichnet. In einer berührenden und literarisch anspruchsvollen Weise stellt sie darin persönliche und kollektive Traumata der Deutschen aus Russland dar. Der Roman beleuchtet eindrucksvoll die Geschichten mehrerer Generationen von Frauen einer russlanddeutschen Familie, die unter dem Einfluss politischer Umwälzungen, familiärer Tragödien, Hoffnungen und Überlebenswillen stehen. Durch die literarische Qualität und die zeitlose Relevanz der behandelten Themen erreicht die Autorin ein breites Publikum weit über die Grenzen der russlanddeutschen Leserschaft hinaus.

Der junge Autor, Verleger und Herausgeber Reik Kneisel erhält den Förderpreis. Er hat ein bemerkenswertes Potenzial in der Bereicherung der russlanddeutschen Kultur und Literaturlandschaft gezeigt. Sein innovatives Engagement in mehreren kreativen Bereichen spiegelt sich in der Gründung eines Verlagshauses wider, das jungen Talenten eine Plattform bietet, die die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt in den Vordergrund stellt. Das von ihm herausgegebene Onlinemagazin „Polylux“ steht für eine interdisziplinäre und weltoffene Ausrichtung. Seine Lyrik beeindruckt durch ihre sprachliche Reife und thematische Vielschichtigkeit.

Mit der Ehrengabe, die an Nina Paulsen geht, würdigt das Land eine herausragende Persönlichkeit, die sich durch jahrzehntelanges journalistisches, literaturkritisches und publizistisches Engagement in besonderem Maße um die Kultur und Geschichte der Russlanddeutschen verdient gemacht hat. Besonders hervorzuheben ist ihr unschätzbarer Beitrag zur Erforschung und Popularisierung der russlanddeutschen Literatur. Durch ihre literaturkritischen Arbeiten hat sie dazu beigetragen, russlanddeutsche Autorinnen und Autoren sowie deren Werke einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und die Bedeutung dieser Literatur für das kulturelle Gedächtnis der Gemeinschaft zu unterstreichen.

Der Hauptpreis des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg ist mit 5.000 Euro dotiert, der Förderpreis und die Ehrengabe mit jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung wird in feierlichem Rahmen am 29. November im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen stattfinden.

Pressemitteilung des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen vom 14.10.2024

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