Ferne Klänge aus Osteuropa
Eine Spurensuche im Berlin der »Goldenen Zwanziger« mit Anat Feinberg und Kolja Lessing
Berlin 1920: Mit der Berufung des bedeutenden Opernkomponisten Franz Schreker als Kompositionslehrer und Direktor der Hochschule für Musik wird dieser Ort zu einem Magneten auch für junge jüdische Komponisten aus Mittel- und Osteuropa. Hier entwickelten sich musikstilistische Profile von großer Originalität und faszinierender Vielfalt – gefördert durch Schrekers liberalen, undogmatischen Unterricht und ein Musikleben von einzigartiger Dichte.
Die Machtübernahme Hitlers setzte diesem Pluralismus 1933 ein brutales Ende: Exil wurde für die am Beginn ihrer Karriere stehenden Komponisten wie Jerzy Fitelberg, Karol Rathaus oder Ignaz Strasfogel zum einzig lebensrettenden Ausweg. Ursula Mamlok, 1923 in Berlin geboren, studierte im amerikanischen Exil bei mehreren jener geflüchteten Protagonisten der »Goldenen Zwanziger Jahre« und wurde somit gleichsam zur geistigen Erbin jener zerstörten Vielfalt der Musikmetropole Berlin.
Konzert und Gespräch: Prof. Kolja Lessing spielt am Flügel Werke von Franz Schreker, Ignace Strasfogel, Jerzy Fitelberg, Ursula Mamlok und Karol Rathaus. Im Gespräch mit Prof. Dr. Anat Feinberg geht es um jüdische Künstler im Berlin der Weimarer Republik.
Im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen Stuttgart
Der Eintritt ist frei.
Einlass bis zum Erreichen der höchstzulässigen Besucherzahl
Der Veranstaltungssaal ist nicht barrierefrei.

