Der magnetische Norden. Freiheit in Poesie und Politik
Mit Tomas Venclova, Ellen Hinsey, Michael Krüger
Vilnius und Moskau, Berkely und New Haven sind Stationen der fesselnden Lebensgeschichte von Tomas Venclova. Der »litauische Odysseus« erinnert sie entlang von Gedichten im Austausch mit der Übersetzerin und Dichterin Ellen Hinsey und dem Dichter und langjährigen Verleger Michael Krüger. Dass poetische und politische Freiheit sich bedingen, ist dabei Leitmotiv dieses faszinierenden Jahrhundertlebens. Mit Hannah Arendt setzt es auf die verbindende Kraft dichterischen Denkens, wenn Venclova im Rückblick schließt: »Die Dichtung besteht auf unbedingter Individualität […]. Wenn sie gelingt, dann findet man seinen Platz in der Sprache und in der Geschichte, die lange vor einem selbst existiert haben und sich nach dem eigenen Tod fortsetzen.« Arendt stand für poetische Perspektiven, die aus abendländischen Traditionen schöpfen und gesellschaftliche Zivilcourage fördern. Worte können die politische Fremdheit in poetische Nähe verwandeln, folgt man Tomas Venclovas autobiographischem Resümee: »Das Exil erschafft einen magnetischen Punkt, zu dem man sich hingezogen fühlt wie die Kompassnadel zum Pol. Und zuletzt kann dieser magnetische Punkt zum eigenen werden.«
In der Reihe »Ach!« Hannah Arendt
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Stuttgart
Eintrittskarten 14 / 12 / 7 € über das Literaturhaus Stuttgart
Die Veranstaltung wird gestreamt. Teilnahme am Livestream 7 €
Literaturhaus Stuttgart
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart
ÖPNV:
U 1 / 4 / 9 Haltestelle Berliner Platz / Liederhalle
U 1 / 2 Haltestelle Berliner Platz / Hohe Straße
Bus 41 / 43 Haltestelle Berliner Platz / Liederhalle

